Was jeden betrifft: Sicher leben in unserem Kiez

Das Podium: Astrid Hollmann, Hans-Günther Mahr (Weißer Ring), Ulrich Wollenberg (Sicherheitssysteme Wollenberg), Sabine Schumann (DPolG) (v.l.n.r.)
Das Podium: Astrid Hollmann, Hans-Günther Mahr (Weißer Ring), Ulrich Wollenberg (Sicherheitssysteme Wollenberg), Sabine Schumann (DPolG) (v.l.n.r.)
SPD-Veranstaltung_Sicher sein und sicher fühlen im Kiez_Diskussion
Angeregte Diskussion von Gästen und Podiumsmitgliedern
Das hat sich sehr gelohnt: Viel mitgenommen habe ich aus einem Abend mit Bürgern und Experten zum Thema Sicherheit. Wenig Kriminalität gibt es da, wo die Polizei gut ausgestattet, der Bürger gut informiert und die Nachbarschaft aktiv ist - so weit die Faustregel zum Optimal-Zustand.
 
Kriminalitätsschwerpunkte in unserem Kiez Alt-Mitte sind vor allem Einbrüche, Fahrraddiebstähle (hier ist Mitte trauriger Spitzenreiter), Diebstahl von und aus Fahrzeugen sowie Taschendiebstahl, berichtete Susanne Schumann, Vertreterin der Deutschen Polizeigewerkschaft, anschaulich über die  Schwerpunktaufgaben der Polizei im Abschnitt. Gleichzeitig setzte sie die Kriminalität in Alt-Mitte immer wieder ins Verhältnis zu Kriminalitätsbrennpunkten in Berlin.
 
Die meisten Fragen kamen zum Thema Vorbeugung: Auch wenn Einbrüche sich nicht vollkommen verhindern ließen, so solle man zur Vorbeugung den Aufwand für den Einbrecher möglichst hoch gestalten, so Ulrich Wollenberg, Geschäftsführer der Firma Wollenberg, die auf Einbruchschäden spezialisiert ist. Im vergangenen Jahr sind demnach 40 Prozent aller Einbruchsversuche an verbesserter mechanischer Sicherung gescheitert. Brauchen die Täter mehr als drei Minuten, brechen sie meistens ab. Wie man sich schützen kann, erfährt man am besten direkt bei der Polizei.
 
Kommt es doch zu einem Einbruch, ist der materielle Schaden oftmals über die Versicherung ersetzbar, nicht aber die Verletzung der Privatsphäre. Psychische Spätfolgen wiegen für nicht wenige Betroffene von Einbrüchen schwer, wusste Hans-Günther Mahr zu berichten, stellvertretender Vorsitzender des Weißen Rings in Berlin. Der Weiße Ring ist ein wichtiger Ansprechpartner für Geschädigte und unterstützt bei Behördengängen, aber auch mit zwischenmenschlichem Beistand.
Die öffentliche Sicherheit ist ein Kernanliegen der SPD. Jeder sollte sich vor jeder Form der Kriminalität sicher fühlen. Berlin gehört, was Straftaten angeht, zur Spitzengruppe in Deutschland, ist jedoch nach Aussage der anwesenden Polizisten nach wie vor eine sichere Großstadt. In einem Punkt allerdings hinken wir hinterher im deutschlandweiten Vergleich: bei der Aufklärungsquote. Personalmangel wird dabei von der Polizei als Hauptursache angesehen. Nach den Stellenstreichungen der letzten Jahre plant der Senat wieder mehr Polizeistellen zu besetzen. Allein, es geht nicht so schnell wie benötigt, da Polizeipersonal zunächst ausgebildet und zuvor angeworben werden muss.
 
In der wachsenden Stadt Berlin ist und bleibt die öffentliche Sicherheit ein Thema, auf das wir verstärkt Aufmerksamkeit legen müssen. Aus sozialdemokratischer Sicht ist die Personalverstärkung der Berliner Polizei eine zentrale Maßnahme für die weitere, sichere Entwicklung unserer Stadt. Doch nicht nur die Sicherheitskräfte sind dabei gefordert. Aufmerksame Nachbarn und ein solidarischer Umgang im Haus oder der Straße sind ein veritabler Schutz gegen Kriminalität im Kiez. Das individuelle Sicherheitsgefühl ist entscheidend für die Lebensqualität in unserem Kiez und der Stadt. Als Abgeordnete will ich zukünftig Verantwortung für ein sicheres Lebensgefühl in Mitte mit tragen.
 
Weitere Informationen unter: